Wir müssen uns in unserer Branche ein paar Dinge ehrlicher eingestehen.
Nicht jeder Rückgang bei den Buchungen liegt an der Wirtschaft.
Nicht jeder Preisverfall liegt an Billigfotografen.
Nicht jedes Marketingproblem liegt am Algorithmus.
Und KI ist auch nicht an allem schuld.
Manchmal liegt es schlicht an uns. An unseren Unternehmen. An Entscheidungen, die wir nicht getroffen haben. An Preisen, die wir irgendwann festgelegt und seitdem nie wieder vernünftig kalkuliert haben. An Angeboten, die wir seit zehn Jahren machen, weil wir sie eben seit zehn Jahren machen. An einer Website, von der wir hoffen, dass sie funktioniert, ohne eigentlich zu wissen, wie viele Kunden darüber kommen. An Instagram, in das wir Woche für Woche Stunden investieren, ohne sagen zu können, was diese Stunden unserem Unternehmen bringen.
Und manchmal auch daran, dass wir verdammt gute Fotografinnen und Fotografen sind – aber nie gelernt haben, genauso gute Unternehmerinnen und Unternehmer zu sein.
Das klingt hart. Aber wir sollten darüber reden. Denn die Alternative ist, uns gegenseitig weiter zu erzählen, dass die Zeiten eben schwierig sind.
Ja. Die Zeiten SIND schwierig.
Unsere Branche verändert sich. KI verändert Teile unseres Marktes. Kundinnen und Kunden kaufen anders. Budgets verändern sich. Neue Wettbewerber kommen hinzu. Manche klassischen fotografischen Leistungen verlieren an Wert, andere entstehen gerade erst.
Das alles ist real. Aber genau deshalb ist ein Satz wie: „Man kann ja sowieso nichts machen.“ gefährlich.
Denn doch, kann man!
Aber nicht, indem man hektisch an zehn verschiedenen Stellschrauben gleichzeitig dreht.
Wir erleben gerade etwas, das uns beschäftigt.
Wir sprechen mit Fotografinnen und Fotografen, die sagen: „Ich brauche mehr Kunden.“
Okay. Wie viele Anfragen bekommst du momentan?
Weiß ich nicht genau.
Wie viele davon werden zu Aufträgen?
Keine Ahnung.
Woher kommen die meisten deiner Kunden?
Instagram wahrscheinlich.
Wahrscheinlich?
Wie viel Umsatz machst du mit Hochzeiten? Und mit Businessfotografie? Welche davon ist profitabler? Wie hoch sind deine jährlichen Kosten? Und wie viel Umsatz müsstest du eigentlich machen, damit du nicht nur deine Rechnungen bezahlst, sondern vernünftig davon leben, Rücklagen bilden und investieren kannst?
Genau da beginnt für uns das Problem.
Nicht bei Instagram. Nicht bei KI. Nicht bei der nächsten Marketingidee. Sondern bei fehlender Klarheit.
Vielleicht brauchen wir weniger Antworten. Und mehr gute Fragen.
Das ist eine Erkenntnis, die bei uns im bpp in den vergangenen Monaten gereift ist.
Wir bieten Webinare an. Workshops. Mentoring. Businessformate. Wir holen hervorragende Referentinnen und Referenten.
Und trotzdem müssen auch wir uns eine unbequeme Frage stellen:
Woher wissen wir eigentlich, was DU gerade brauchst?
Vielleicht ist ein Marketingseminar für dich vollkommen sinnlos. Vielleicht brauchst du gar nicht mehr Anfragen. Vielleicht brauchst du eine höhere Abschlussquote. Oder höhere Auftragswerte. Vielleicht solltest du nicht noch einen fotografischen Bereich aufbauen, sondern zwei endlich streichen. Vielleicht brauchst du eine neue Positionierung. Vielleicht musst du deine Kosten reduzieren. Vielleicht solltest du B2B erschließen.
Wir wissen es nicht. Noch nicht.
Und deshalb wollen wir künftig zuerst fragen.
Wir starten den bpp Business Compass
Und wir möchten daraus ausdrücklich keinen netten Online-Selbsttest machen.
Wir wollen es wissen.
Wie hoch ist dein Umsatz? Wie hoch sind deine Kosten? Wie hoch müsste dein Umsatz eigentlich sein? Welche fotografischen Bereiche deckst du ab? Wie viel Umsatz machst du womit? Was bringt Gewinn? Was kostet Zeit? Was kostet Energie? Woher kommen deine Kunden? Wie viele Anfragen bekommst du? Wie viele werden zu Aufträgen? Wofür stehst du? Wo willst du hin? Welche Entscheidung schiebst du vor dir her?
Und was müsste in ein oder zwei Jahren anders sein, damit du sagen kannst: „Mein Unternehmen funktioniert so, wie ich es mir wünsche.“
Das sind teilweise unangenehme Fragen.
Gut so!
Denn der Business Compass beginnt nicht mit unserem Gespräch. Er beginnt mit dir.
Wir möchten, dass beim Ausfüllen Dinge passieren.
Dass du auf zwei Zahlen schaust und plötzlich denkst: „Scheiße. Warum mache ich das eigentlich noch?“
Oder: „Moment mal. Damit verdiene ich eigentlich viel mehr als mit dem Bereich, auf den ich meine ganze Energie verwende.“
Oder: „Ich dachte immer, ich hätte ein Marketingproblem. Eigentlich habe ich ein Preisproblem.“
Oder vielleicht: „So schlecht läuft mein Unternehmen eigentlich gar nicht. Ich habe nur völlig den Blick dafür verloren.“
Wenn allein der Fragebogen diese Gedanken auslöst, hat er bereits einen Teil seiner Aufgabe erfüllt.
Danach reden wir.
Wir betrachten dein Unternehmen über fünf Ebenen:
- Business & Wirtschaftlichkeit
- Positionierung
- Sichtbarkeit & Kundengewinnung
- Dich als Unternehmerin oder Unternehmer
- Zukunftsfähigkeit
Und daraus suchen wir nicht 27 Dinge heraus, die du jetzt auch noch machen solltest. Sondern die zwei oder drei Hebel, die für dein Unternehmen den größten Unterschied machen können.
Und dann?
Vielleicht empfehlen wir dir ein Webinar. Vielleicht einen Workshop. Vielleicht Mentoring. Vielleicht eine intensivere Begleitung.
Vielleicht sagen wir dir aber auch: Mach erstmal genau diese zwei Dinge. Und gib dafür gerade keinen weiteren Euro aus.
Denn auch das gehört für uns zu vernünftiger Beratung. Wir sollten dir nichts verkaufen, nur weil wir es im Programm haben.
Die Empfehlung folgt der Diagnose. Nicht umgekehrt.
Das ist der Gedanke hinter dem bpp Business Compass.
Und vielleicht ist es auch ein Stück weit die Richtung, in die wir den bpp entwickeln möchten. Weg von: „Hier ist unser Programm. Such dir etwas aus.“
Hin zu: „Erzähl uns erstmal, wo du stehst. Dann finden wir gemeinsam heraus, was dich weiterbringt.“
Denn unsere Aufgabe als Berufsverband sollte aus unserer Sicht nicht darin bestehen, möglichst viele Seminare zu verkaufen.
Unsere Aufgabe ist es, professionelle Fotografinnen und Fotografen dabei zu unterstützen, auch in fünf oder zehn Jahren noch erfolgreich von ihrer Arbeit leben zu können.
Dafür werden wir nicht auf jede Frage sofort eine Antwort haben. Aber wir können anfangen, die richtigen Fragen zu stellen.
UND ZWAR EHRLICH.
Euer bpp-Team
bpp Mail: info@bpp.photography
bpp Hotline: +49 (0) 6171 / 277 8434
bpp Website: https://bpp.photography
bppCampus: https://bpp.photography/campus
Mitgliedschaft: https://bpp.photography/ueber-uns/mitgliedschaft
Wo stehst du mit deinem Fotobusiness – wirklich?
Wenn du bereit bist, genau hinzuschauen, starten wir mit deiner persönlichen Standortanalyse.
bpp BUSINESS COMPASS - Starte deine Standortbestimmung