Hilfestellung und Informationen

Corona Update



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(Stand: 25. August 2021)

Liebe Berufs-Portraitfotograf:innen,

der bund professioneller portraitfotografen hat sein Ohr am aktuellen Tagesgeschehen. Wissenswertes und Hilfreiches listen wir hier und versuchen so, mit Tipps und Links eine Hilfestellung für Berufsfotograf:innen zu geben. Wir möchten unseren Mitgliedern, aber auch allen anderen Portrait- und Hochzeitsfotograf:innen, ein Stück "Begleitung" und "Kontinuität" im Corona-Alltag bieten. Dafür berichten wir an dieser Stelle regelmäßig über Neuigkeiten, die für Berufs-Portraitfotograf:innen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie relevant sind.

Die neue Corona-Schutzverordnung ist am 20. August 2021 in Kraft getreten. Die wichtigsten Punkte der neuen Verordnung sind hier in Kürze wiedergegeben:

Gemäß den gemeinsamen Beschlüssen von Bund und Ländern enthält diese Verordnung nicht mehr mehrere Inzidenzstufen, sondern nur noch einen maßgeblichen Inzidenzwert: 35.

Beim Übersteigen der 7-Tage Inzidenz von 35 in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt gilt die sogenannte „3G-Regel“. Wird der Wert auch im Landesdurchschnitt überschritten, so gilt auch landesweit die 3G-Regel. Da der Wert von 35 landesweit aktuell erreicht ist, greifen die Regelungen seit Freitag, den 20. August 2021 einheitlich in ganz Deutschland.

Für alle Personen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, besteht eine Pflicht zur Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests oder eines negativen PCR-Tests vor, der nicht älter als 48 Stunden ist. Diese Regel gilt für folgende Bereiche:

• Veranstaltungen in Innenräumen (zusätzlich Hygienekonzept)
• Sport in Innenräumen
• Innengastronomie
• Körpernahe Dienstleistungen
• Beherbergung
• Großveranstaltungen im Freien (ab 2.500 Personen)

Die neue Verordnung ist damit geprägt von dem Grundsatz, dass Geimpften und Genesenen grundsätzlich alle Einrichtungen und Angebote wieder offenstehen. Von den bisherigen Schutzmaßnahmen verbleiben nur noch eine verbindliche Maskenpflicht in Innenräumen und an anderen infektionskritischen Orten.

Es besteht weiterhin unabhängig von Inzidenz-Werten und für alle Personen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im öffentlichen Personennahverkehr, im Handel, in Innenräumen mit Publikumsverkehr, in Warteschlangen und an Verkaufsständen sowie bei Großveranstaltungen im Freien (außer am Sitzplatz).

Bestimmte Lüftungs- und Reinigungsvorgaben ergänzen die Infektionsschutzvorgaben für Portraitfotograf:innen mit Studio. Wie dies konkret aussehen kann, erklärt die BG ETEM in einer ausführlichen Anleitung.

Das Infektionsgeschehen wird nach wie vor täglich vom Gesundheitsministerium unter Berücksichtigung aller maßgeblichen Parameter bewertet: neben der Zahl der Neuinfektionen werden die Krankenhausaufnahmen, der Anteil der intensivpflichtigen Covid-19-Fälle an der Gesamtzahl der Intensivbetten, die Zahl der Todesfälle, die Altersstruktur der Infizierten, die Entwicklung des R-Wertes sowie der Grad der Immunisierung der Bevölkerung berücksichtigt.

Die Regeln der Corona-Schutzverordnung werden anhand dieser Kriterien mindestens alle vier Wochen überprüft.




Überbrückungshilfe III

Ganz grundsätzlich kann man sich auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu den Überbrückungshilfen I-III informieren und Anträge einreichen.

Neben den Überbrückungshilfen wurde zusätzlich die Neustarthilfe ins Leben gerufen, die Solo-Selbständige unterstützen soll, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist. Sie ergänzt die bestehenden Sicherungssysteme, wie z.B. die Grundsicherung. Die Neustarthilfe wird nicht auf die Leistungen der Grundsicherung angerechnet. Alle relevanten Informationen zur Neustarthilfe finden sich ebenfalls auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unter der Überschrift Neustarthilfe.

WICHTIG!!!

Mit der Überbrückungshilfe III gibt es auch die Möglichkeit Investitionen im Bereich der Digitalisierung gefördert zu bekommen. Hierbei können bis zu 20.000 Euro als erstattungsfähig anerkannt werden.

Wir haben recherchiert, was „Digitalisierung“ in diesem Zusammenhang bedeutet.
Sie umfasst die Bereiche:

- Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops
- Eintrittskosten bei großen Plattformen
- Lizenzen für Videokonferenzsysteme
- SEO-Maßnahmen
- Webseiten-Ausbau
- Social Media Aktivitäten
- Kompetenz-Workshops in digitalen Anwendungen (bpp-Webinare, die sich auf Social-Media Kompetenz beziehen sind förderfähig)
- Anschaffungskosten von IT-Hardware

(unter der Voraussetzung, dass diese zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung noch im Unternehmen vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, ist eine Rückzahlung der dafür erhaltenen Förderung fällig.)

Dazu hat der bpp in Zusammenarbeit mit seinem Steuerbüro ein praktisches Beispiel entworfen:

Ein/e Fotograf*in möchte Bewerbungsvideos/Businessvideos drehen. Dazu benötigt sie/er technisches Equipment wie Kameras mit Objektiven, Filmlicht, einen Schnittplatz, Audio-Equipment, Computer, Monitor, Software-Schulung, etc.

Die Maßnahme muss eine Einheit darstellen, d.h. in dem Monat, in dem dieses Geld beantragt wird, muss sie auch abgeschlossen sein (mit Rechnungen) und dazu benötigt man eine genaue Arbeitsplatzbeschreibung. Wenn dann alles gut läuft, kann einmalig ein Betrag von bis zu 20.000,- Euro als förderwürdig angesehen werden.

Aber aufgepasst! Es bleibt immer ein Eigenanteil, je nachdem wie hoch die prozentuale Förderung der Fixkosten ist, bestehen. Im günstigsten Fall liegt er bei 10 Prozent.

Die Überbrückungshilfe III erstattet einen Anteil in Höhe von:

  • bis zu 90 % der förderfähigen Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von > 70 %
  • bis zu 60 % der förderfähigen Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von  ≥ 50 % und ≤ 70 %
  • bis zu 40 % der förderfähigen Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von ≥ 30 % und < 50 %

Die Förderhöhe für das einzelne Unternehmen bemisst sich nach den Umsatzeinbrüchen der Fördermonate im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten im Jahr 2019.
 
Interessant sind in diesem Zusammenhang die FAQ zur Corona-Überbrückungshilfe III.

Wir verweisen auf den Punkt 2.1 (Wie hoch liegt die Förderung?) und 2.4 (Welche Kosten sind förderfähig?).

Da man bei diesen Investitionen in finanzielle Vorleistung gehen muss, ist unbedingt angeraten, sich vorher ausführlich mit dem/der Steuerberater*in auseinander zu setzen. Denn nur sie/er hat die notwendigen Kenntnisse, um die Anträge steuerrechtlich sauber vorzubereiten.

Auch Steuerberatungskosten sind im Sinne des Überbrückungsgeld III förderwürdig und können eingereicht werden.